CYNETART-Festival in Dresden

Freitag, 27. November 2009 16:26 Uhr
Beitrag in Partynews von Anne 47

Das CYNETART nennt sich ‚International Festival For Computer Based Art Dresden‘ und geht dieses Jahr bereits in die 13. Runde. Vom 26. November bis zum 6. Dezember könnt ihr hier euren kulturellen Horizont erweitern.

Heute Abend entzückt unter Anderem Jacob Korn mit einem interaktiven audiovisuellen deepRAVE Live-Set eure Sinne, morgen könnt ihr Monolake erleben.

Die seit 1997 stattfindende CYNETART widmet sich der kulturellen Reflexion mittels computergestützter Kunst. Die Konsequenzen des anhaltenden globalen Zivilisationsprozesses und der Einzug neuer Informationstechnologien in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens führen zu einer Entkörperung des Erlebens und damit wiederum zur Auseinandersetzung mit einer neuen Sensibilität für das leibliche Empfinden und mit dem Körperselbstbild. Der inhaltliche Schwerpunkt des internationalen Festivals liegt in der Thematisierung der Veränderung von Körperwahrnehmung durch die neuen Informationstechnologien. Hierbei geht es weniger um das Leistungsspektrum neuer Technologien, sondern vielmehr um ihr kulturelles Vermittlungspotential. Das betrifft zum Beispiel Verknüpfungen zwischen existentiellen menschlichen Fragestellungen und deren Wahrnehmung, aber auch die sinnliche Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Forschungsmethoden und die Verbindungen zwischen den Künsten.

Das Festival präsentiert Projekte, die sich durch eine integrale Verknüpfung von Kunst, Wissenschaft und Medientechnologien hervorheben. Die künstlerischen Prozesse basierend auf Computertechnologien sind letztendlich eine Arbeit durch Medien und sie suchen dabei neue Querverbindungen zu wissenschaftlichen wie auch künstlerischen Kunstformen.

>>> CYNETART-Festival
>>> Jacob Korn
>>> Monolake

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Ein Kommentar

  1. stefan schrieb:

    Ich war seit mehreren jahren Gast der cynetart und muss sagen, das sich das festival immer mehr vom besucher entfernt hat. installationen ohne erkennbaren hintergrund, technikspielereien ohne (für mich) erkennbaren sinn und für meine begriffe zu „verkopfte“ und komplizierte Installationen. Für uneingeweihte Besucher wie mich, die sich nicht gerade jeden Tag mit der Materie „computergestützte Kunst“ beschäftigen eine sehr schwer verdauliche Veranstaltung, was mich davon abhielt, weitere dieser CynetArts zu besuchen. Ich finds schade, das sich diese Kunstform, die eigentlich enormes Potential bietet, sich immer mehr in sich selbst zurück zieht und mehr und mehr mit sich selbst interagiert als mit dem Besucher. Ich erinnere mich da mit Schrecken an die Installation eines Videokünstlers, in der per Livestream ein Bild eines Roboters, der in Hongkong auf einer Hochhaus-Brüstung stand, nach Hellerau übertragen wurde (per SKYPE Videochat) und das einzige was sich während der halben Stunde tat, bevor ich gegangen bin, war, das die Augen des Roboters blinkten… Sonst nix. Hatte mich eigentlich auf diese abgefahrene Installation gefreut und dann sowas. Supertoll. Entweder hab ich die Aktion damals nicht verstanden, oder die Action ging erst los, als ich weg war. Schade. Ich war jedenfalls froh, da raus zu sein. Ist das der Zweck eines Festivals für computergestützte Kunst? Oder ich erinnere mich an die Stunde, die ich in einem Hörsaal saß, stockdunkel, quadrophonische Lautsprecheranordnung im Raum und es erklang eine Symphonie bestehend aus veränderten Geräuschen startender Motoren, im Raumklang ausgestrahlt und modifiziert. War in den ersten 5 minuten sehr interessant, danach sehr eigenartig, was auch viele der besucher fanden, aber aus höflichkeit doch sitzen blieben. dazu gabs, vorher angekündigt, bahnbrechende computeranimierte grafiken passend zur musik. abgefahrene farbverläufe, grafiken, abstrakte gebilde, kreiert, wie auch die musik, von einem professor der dresdener tu oder fh oder ähnlich, jedenfalls ein wichtiger mann. am ende entpuppte es sich als apple-itunes-generierter bildschirmschoner, der psychedelische formen á la winamp visualisierung an die wand beamte. peinlich. so hab ich leider die cynetart in erinnerung. das ist schon ein paar jahre her und ich würde mich freuen, wenn mal jemand die eindrücke von diesem jahr hier bereitstellen würde. die hoffnung stirbt zuletzt – oder ich bin einfach nicht die zielgruppe dieses festivals ;-) aber wenn nicht ich, wer sonst? ;) Ich weiss, das gerade die computergestützte Kunst sehr streitbar ist, aber am ende zählt der subjektive eindruck des besuchers. und der war am ende bei den letzen CynetArts die ich besuchte, eher schrecklich.

    Sonntag, 29. November 2009 | 01:21


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