Pioneer DJM900 Nexus Digital-DJ-Mixer

Nach Rane, Denon und Allen&Heath folgt nun endlich auch Pioneer als Letzter mit einem Mixer für Digital-DJs. Amtlich ist der DJM 900 Nexus ja schon mal. Als Nachfolger des DJM 800 drehte Pioneer natürlich an der Effektschraube. Die dreizehn Beat-Effekte lassen sich bequem und schnell über das integrierte berührungsempfindliche X-Pad steuern.

Jetzt zum Digital-DJ-Kram. Die 24bit/96kHz-Soundkarte handelt bis zu vier Stereoquellen (In- oder Output). Verbindung zum Rechner schafft natürlich ein USB-Port, der nicht am Hinterteil des Mixers, sondern obenauf (links oben) angebracht wurde. Einerseits fördert diese Position das schnell An- und Abstöpseln im Dunkel der Venues, toll sieht es aber nicht aus. Der Mixer ist Traktor-verifiziert, kann vier Decks managen und unterstützt Timecode-Output. Recht so.

Fader und Knobs glänzen in neuer Haptik und den Input-Quellen-Selektor integrierte Pioneer genauso wie einen MIDI-Out. Via Ethernet-LAN lassen sich zudem Pioneer-CD-Player CDJ 900 und 2000 schnell mit dem Mixer kurzschließen.

Der DJM 900Nexus soll ab März 2011 für rund 1.800 Euro erhältlich sein.

>>> pioneerdjusa.com

Foto: Pioneer
Autor: Daniel
Native Instrument Traktor 2 und Audio 6/10

Als so eine richtige Überraschung kann man das Traktor-Upgrade sowie die neuen beiden Audio-Interface nicht bezeichnen, doch jetzt veröffentlicht Native endlich mehr Infos zu dem Stuff und gibt Preise bekannt.

Ich beginne mal bei den Interfaces. Wer das Audio 4 oder 8 kennt, fühlt sich bei der neuen 6-Kanal und 10-Kanal-Version gleich zuhause. Wie gewohnt arbeiteten die externen Klötze mit 24Bit/96kHz. Neu ist die Möglichkeit, Signale direkt durchzuschleifen. Statt der Multicore-Kabel liegen nun herkömmliche Cinch-Strippen bei. Traktor 2 LE ist Bestandteil der Interfaces (Audio 6: 249, Audio 10: 399 Euro). Die Audio-2-Karte (99 Euro) bleibt weiterhin erhältlich..

Gewaltiger erscheint die Traktor Version 2. All das was man Vornherein munkelte und mutmaßte, wurde wahr. Die neue Traktor-Version ersetzt die Übergangsversion, die für den S4-Kontroller veröffentlicht wurde. Für dessen Besitzer steht das Update natürlich kostenfrei zur Verfügung.

Traktor 2 wirkt auf den ersten Blick bunt und wild. Das kontrastreiche grau-gelbe User-Interface der Vorgängerversionen schneidet hier deutlich besser ab. Als Traktor-User findet man sich dennoch schnell zurecht. Die Wave-Form kann in vier verschiedenen Farbschemata dargestellt und gezoomt werden, sodass zum Beispiel auch rhythmische Elemente separat angemarkt werden. Der neue Loop-Rekorder und die je Player vier vorhandenen Sample-Decks (mit je vier möglichen Samples) erhöhen zusammen mit neuen Effekten das Spielmaxszenario um ein Vielfaches, zumal eine Loopmaster-Sample-Grundausstattung bereits mitgliefert wird.

Neukunden können nicht meckern, Traktor Pro 2 wandert für 199 Euro über den Ladentisch; mit zusätzlichem Audio-10-Interface und Timecodefunktion für 599,- Euro. Die kleineren Duo-Versionen für 99 bzw. 349 Euro. Bestandskunden bietet Native eine interessante Upgradefunktion. Für beispielsweise rund 70 Euro, kann man nur die Software upgraden und bisherige Audio-8-Interfaces weiternutzen.

Achso. Der ganze Kram ist erst ab April 2011 erhältlich.

>>> native-instruments.com

Foto: Native Instruments
Autor: Daniel
BPM-Show: Allen&Heath Xone DB4 – Update

Vor jeder größeren Musikmesse sickern hin und wieder doch einmal Informationen durch, die bis dahin eisern zurückgehalten werden. Nach dem Mixage-Verplapperer von Reloop nun das kurzzeitige (jetzt wieder behobene) Leck auf der Web-Seite von Allen&Heath. Inhalt: der neue Power-Club-Mixer Xone DB4.

Der DB4 wirkt auf den ersten Blick wie eine Antwort auf den Rane 68. Eher besser passt jedoch der Vergleich mit einem DJM-800 oder einem abgespeckten DJM-2000. Der DB4 besitzt nun also auch eine interne 24-Bit/96kHz-4/4-Soundkarte. Das wird allem Anschein nach zum Standard zu werden und ist ein gutes Zeichen für Controller-DJs, die in naher Zukunft bei Club-Gigs ihre Audio-Interface zuhause lassen können.

Zurück zum Mixer. Dessen Herzstück eindeutig die Quad FX Core DSP Einheit bildet. Neben separater Anzeige der BPM für jeden Track, lassen sich die fünf Effekttypen (die ihrerseits wieder mehrere Effektbilbliotheken besitzen) an das Tempo des jeweiligen Tracks anpassen. Neben den üblichen Sachen wie Delay und Reverb sind das Resonanz-, Modulation- und Destruction-Filter. Hinzu kommt eine 4-Takt-Loop-Einheit.

Ob der DB4 gleichzeitig als MIDI-Mixer nutzbar und mit DJ-Software harmoniert ist genauso wie der Preis noch nicht bekannt.

UPDATE:
Vor zwei Wochen veröffentlichten Allen&Heath endlich ihren neuen auf Digital-DJs zugeschnittenen Clubmixer. Der Xone-DB4 kann als Standalone und als Midi-Mixer (USB) genutzt werden, integriertes Audio-Interface sei dank. Dementsprechend fallen auch die rückseitigen Anschlüsse nicht so üppig aus, wie von herkömmlichen Clubmixern gewohnt. Vier analoge Steroeo-Cinch-Inputs (davon zwei zwischen Line und Phono schaltbar), XLR-, Monitor- und Rec-Out sowie vier Digital-Inputs und einmal Out.

Nach der Installation der Treiber (Windows oder MacOS X) erscheint der DB4 als Soundkarte und die jeweils vier Stereo-Inputs und -Outputs können je nach DJ-Software frei zugewiesen werden. Sehr simpel und die herkömmliche Verknotung zwischen Rechner, externen Audio-Interface und Mixer entfällt. Die Outputs werden direkt intern im Mixer geroutet und haben logischerweise keine Anschlüsse. Als Inputs sind die vier analogen Stereo-Cinch-Eingänge nutzbar, die digital oder mit analogen Quellen gespeist werden können. Da alle Einheiten des Mixers MIDI-fähig sind, kann er zum Steuern von beispielsweise Traktor genutzt werden, passende Mappings kursieren bereits.

Mit dem Release steht nun auch der stolze Straßenpreis von knapp 2.200 Euro fest.

Foto: Allen&Heath
Autor: Daniel
Gemini – CTRL-Modellreihe

Gemini schaffte bisher noch nicht den Sprung weg vom Low-Budget- und Mobil-Discotheken-Anbieter, bietet jedoch seit geraumer Zeit mit seiner CTRL-Reihe auch den Digital-DJs Futter. Hatte ich bis dato noch gar nicht auf dem Schirm, sieht jedoch ganz interessant aus.

Gemini CTRL-47

Der neue kürzlich auf der NAMM vorgestellte 4-Kanal-Controller wurde auf die Arbeit mit Virtual DJ 7 zugeschnitten, welches auch mitgeliefert wird. Der CTRL-47 besitzt ein  24-bit/192 kHz Audio-Interface (ASIO-Treiber). Neben dem zwischen Phone und Line schaltbaren Stereo-Cinch-Input und Mikrofoneingängen steht eine ganze Reihe an Outputs parat: symmetrischer Stereo-XLR-Ausgang, sowie Stereo-Cinch-Ausgänge für Master, Monitor und Record plus S/PDIF-Digitalausgang.Kopfhörer finden an der Vorderseite mittels 6,3mm- oder 3,5mm-Klinke ihren Platz.

Die Mixereinheit besteht aus schaltbarem Crossfader, vier 60mm-Fadern und den üblichen 3-Wege-EQs. Über einen Drehknopf lässt sich durch die Playlist scrollen; ein Druck auf den jeweiligen Load-Button lädt den Track in den Player. In der Playersection symmetrisch und sehr aufgeräumt angeordnet das Jogwheel sowie die hintergrundbeleuchteten Buttons plius Knobs der Effect-/Loop-Section.

Der Preis steht noch nicht fest.

Gemini CTRL-SIX

Der im Frühjahr vorgestellte und seit Ende 2010 erhältliche 2-Kanal-DJ-Controller fällt schon mal durch seine farbig beleuchteten Buttons und die hell abgesetzte Mixer-Sektion ins Auge. Auch das Innenleben kann sich trotz des schwachen integriertem 16Bit-Audio-Interface sehen lassen. Zwei Phono/Line-Stereo-Cinch-Eingänge, drei Stereo-Cinch-Ausgänge (Master, Monitor, Record), sowie symmetrische Stereo-XLR-Outputs machen aus dem CTRL-SIX zusätzlich einen Standalone-Mixer.

Ausgeliefert wird der Controller mit Virtual DJ 7 in der LE-Version. Transport, Effekt, Loop, sowie Mic-Input und Kopfhöreranschlüsse sind nahezu identisch mit dem CTRL-47. Über einen Schalter lässt sich zwischen USB-Power oder Netzteil umschalten.

Der CTRL-SIX ist für rund 280 Euro (Straßenpreis) im Handel erhältlich.

Gemini CTRL-ONE

Die kleinste CTRL-Version besitzt gegenüber dem SIX kein integriertes Audio-Interface, hat demnach keine In- oder Outputs und ist damit ein reiner Midi-Controller. Einzig die Crossfaderkurve lässt sich regeln. In der restlichen Ausstattung (Transport, Effekt, Loop, Mixer) gleicht der CTRL-ONE seinem SIX-Bruder.

Der CTRL-ONE ist für rund 220 Euro (Straßenpreis) im Handel erhältlich.

>>> geminidj.com

Foto: Gemini
Autor: Daniel
Vestax TR-1 – Kompakter DJ-Controller

Einen auf den ersten Blick sehr verwirrend mit Bedienelementen bestückten DJ-Controller hat Vestax neben seiner VCI-Serie im Portfolio. Der bereits Ende 2009 veröffentlichte TR-1 macht als Midi-Interface für das mitgelieferte Traktor LE dennoch eine gute Figur und ist als robuste Alternative zu einigen Controllern eine zu empfehlende Alternative. Das liegt zum ersten an der Vestax-typischen anständigen Verarbeitung des Gerätes, also leichtgängige 60mm-Fader, Deck-Switch mit mechanischem Schalter und einstellbare Input-Fader-Curve.

Die EQs sind logisch platziert. daneben jeweils Filter und Pan. Der Joystick zur Tracklistbedienung ist gewöhnungsbedürftig und gegenüber einem Dreh-Endlosknob etwas unflexibel und hakelig, wenn man direkt nach dem Scrollen einen Track laden möchte. Genormte Pitchfader, Pitchbend-Taster und Sync-Button sorgen für das Angleichen der Geschwindigkeiten. Ein Jogwheel gibt es nicht. FX1 und 2 sind wir üblich getrennt und die Transport-Sektionen prominent und mit großen Abständen zwischen den Buttons platziert.

Die Loopkontrolle befindet sich am rechten Deck und lässt sich via Taster auf eines der 4-Decks anwenden. Auf dem gegenüberliegenden rechten Deck finden sich an dieser Stelle die Lautstärke-Regler für Master, Monitor und Monitor-Mix. Die Anschlüsse beschränken sich auf die USB-Buchse und den für ein Netzteil.

Die Anordnung der Bedienlemente ist Gewöhnungssache und wird „einleuchtender“, wenn das Gerät an den Rechner gekoppelt ist. Dann erstrahlen sämtliche Taster in angenehmen blau-weiß, deren Helligkeit sich an der Vorderseite des Gerätes regulieren lässt.

Für den Preis von 499,- Euro erhält man zwar schon Controller mit integrierter Soundkarte. Wer allerdings auf Verarbeitungsqualität, Langlebigkeit und ausgereifte Mappings Wert legt sowie ein sehr kompaktes (359mm x 198mm x 35mm) Gerät sein Eigen nennen möchte, kann durchaus einen Blick riskieren.

>>> vestax.com

Foto: Vestax
Autor: Daniel
Rane SL 4 – Audio-Interface mit zwei USB-Ports

Der Startschuss für den Wettstreit der beiden großen Hersteller hallt durch die Digital-DJ-Oase. Während Native Instruments noch bummelt, präsentiert Rane in Zusammenarbeit mit Serato bereits sein neues High-End-Audio-Interface (96kHz / 24Bit). Vier schaltbare, wahlweise durchschleifbare Cinch-Inputs (wahlweise Phono oder Line) + Aux-Eingang.

Auch die Output-Ecke steht dem in nichts nach. Vier Cinch-Ausgänge plus Aux-Ausgang. Freudentränen fördert die Rechnerkopplung zutage: der Rane SL 4 besitzt nämlich ganze zwei USB-Ports, sodass zwei Rechner gleichzeitig ein Audio-Interface nutzen können.

Dieser gewaltige Funktionsumfang der ab April erhältlichen Box schlägt sich allerdings auch auf den Preis nieder: 1.140,- US-Dollar

Foto: Rane
Autor: Daniel


Autor: Daniel
Hands On: Reloop Contour Controller

Der auf Traktor zugeschnittene Contour-Midi-Controller bildet den Anfang der neuen Gerätegeneration bei Reloop. Die Technikschmiede verlässt damit mehr und mehr den semiprofessionellen Bereich und geht einen Schritt weiter in Richtung professioneller Hardware.

Die Produktfotos täuschen. Man erwartet eine ungefähr ähnliche Größe wie die des Traktor X1. Doch mit 37 Zentimeter erreicht der Contour fast schon die Länge eines Clubmixers. Das ist zwar was ganz anderes als kompakt, erweist sich in der Praxis jedoch als durchaus durchdacht. Mit knapp 45 Millimetern Höhe reicht das Gerät üblichem DJ-Equipment nur knapp bis zur Hälfte, sodass wieder Tetrapaks oder das optionale Case Pro nötig sind, um den Controller auf dasselbe Niveau zu heben.

Verarbeitung

Die auf dem robusten Metallgehäuse platzierten Full-Size-Buttons und -Potis stehen in angenehmen Abständen zueinander. Die Tasten sind gummiert und reagieren auf sanften Druck mit einem Feedbackklick. Die Effektfader schieben sich nicht allzu leicht, sodass präzises Arbeiten möglich ist. Sämtliche Anschlüsse muten sehr wertig an, alles sitzt bombenfest, nichts wackelt.

Installation

Der Contour fügt sich recht schnell in vorhandene SetUps ein. Der ASIO-Treiber liegt auf der mitgelieferten Programm-CD, ebenso wie die Traktor-LE-Edition, welche die nötigen Mappings gleich mitbringt. Wer bereits eine Traktor-Version besitzt, zieht sich das aktuelle BETA-Mapping aus dem Reloop-Forum. Die TSI-Datei besteht aus vier Mapping-Varianten, die auf verschiedene Decknutzungen abzielt; die nicht benötigten löscht man einfach. Sollte sich bereits ein Reloop-Mapping (z.B. Digital Jockey etc.) in Traktor befinden, sollte es gelöscht werden, die Steuersignale vertragen sich nicht untereinander und sorgen für unangenehme Überraschungen bei der Bedienung.

Audio-Interface und Anschlüsse

In der Interface-Edition des Contour findet ein 10-Kanal-Audio-Interface Platz, dessen Outputs sich auf vier Stereo-Ausgänge für die einzelnen Decks und auf einen Stereo-Kopfhörer-Ausgang (6,3mm und 3,5mm-Klinke auf der Vorderseite)  aufteilen. Einen Input-Kanal sucht man allerdings vergebens. Das Mitschneiden des Sets über den REC-Ausgang des Mixers fällt damit leider flach. Hier empfiehlt sich dann doch nur die kleinere Controller-Version und das Routing über eine extra Soundkarte, welche die nötigen Inputs inne hat.

An der Rückseite des Gerätes findet sich neben dem robusten Power-Schalter, einem USB-Eingang und Buchse für Spannungsversorgung noch ein Kensigtonlock.

Bedienelemente

Schon auf den ersten Blick sieht man, dass Reloop sich ordentlich Gedanken gemacht hat. Die einzelnen Taster sind beschriftet, hintergrundbeleuchtet und geben ordentliches LED-Feedback, sodass auch in dunkleren Umgebungen alles lesbar bleibt.

Decks & Effekte

Im oberen Bereich liegt die Deck- und Effektkontrolle mit prominent platzierten Drehknopf zum Navigieren durch die Playlists und Laden der Tracks. Links daneben die Taster zur Effekt-Aktivierung auf die einzelnen Decks und rechts die Deckauswahl. Darunter schließt sich nahtlos die Effekteinheit an.

Die vier Endlosregler sind sehr hoch aufgelöst, sodass man die einzelnen Effekte sehr fein  bearbeiten kann; der LED-Kranz gibt zudem optisches Feedback, in welcher Stärke der Effekt aufgedreht ist. Die Aktivierung erfolgt durch Druck auf die Drehregler oder auf die weiter unten liegenden Effekt-Schalter. Wer eher schnelle Effekt-Orgien bevorzugt, kann sich an den Fadern austoben. Letztlich wären mir jedoch endliche Potis wie beim X1 lieber gewesen, da die Fader-Kontrolle doch etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Loop-Sektion

Im mittleren Drittel prangt der Loop-Bereich. Neben dem üblichen Autoloop, kann man bequem dessen Länge und Position festlegen oder In und Out selbst bestimmen. Darunter dann das Killerfeature des Contour: die Loop-Kontrolle. Noch nie war es so einfach, auf bestehende im Vorfeld gespeicherte Loops (bis zu acht je Track) zuzugreifen oder neue zu erstellen und abzusichern. Daneben noch Filter und Pan Effekt für den Master.

Transport-Sektion

Zum Steuern der Tracks bleibt nicht viel zu sagen. Hier wurde die bewährten Bedieneinheiten aufgeräumt platziert. Cue, Cup und Play/Pause sowie der Sync-Button rechts davon. Das elf Zentimeter große berührungsempfindliche Jogwheel gewann noch eine Spur mehr an Festigkeit und lässt sich in drei verschiedenen Modi (Scratch, Pitchbend oder Search) nutzen. Der Trax-Taster schnipst die Playlist auf Bildschirmgröße auf.

Doppelbelegung / Shift-Taste

Der leicht zu erreichende Shift-Button am unteren Ende des Contour sorgt wieder für die Doppelbelegung der Taster. So kann unter anderem in der Effekteinheit zwischen den Effekten gebrowst und in der mittleren Sektion Lautstärke der Kopfhörer und des Masters geregelt werden. Löblich auch das Speichern und Löschen von Loops/Cue-Points, welches nur über diesen Shiftschalter möglich ist.

Im Einsatz

Durch die aufgeräumte Anordnung, den großen Abständen zwischen den Bedieneinheiten und der kräftigen LED-Beleuchtung, gehören Fehlbedienungen während des DJings der Vergangenheit an. Die Nutzung des Contour erfolgt intuitiv und in wenigen Minuten zeigen sich ordentliche Ergebnisse. Nach ein zwei Stunden Einarbeitungszeit, will man das Handling nicht mehr missen. Das wird einem erst recht bewusst, wenn man wieder einen älteren Reloop-Controller oder das X1 nutzt.

Fazit

Mit dem Contour kann sich Reloop einen Orden umhängen, verlässt das Unternehmen damit doch den anfangs etwas belächelten Stand des Semiprofi-Anbieters. Die kleineren Mankos (fehlender Audio-Input bei der Interface-Edition dar sowie die Endlos-Effekt-Potis) fallen nicht merklich ins Gewicht und trüben den Gesamteindruck kaum. Erfreulich ist die durchdachte Loop-Kontrolle, die exakt auf DJ-Bedürfnisse zugeschnittene Layout-Anordnung und die deutlich lesbaren Taster.

Für 220 (Controller-Edition) bzw. 320 Euro (Interface-Edition)  Straßenpreis liegt der Contour zudem in einem angenehmen Preisrahmen. Für das passende Case sind zusätzlich 70 Euro zu berappen.

>>> reloopdj.com

Wir danken Reloop/Global Distribution für die Verfügungstellung des Testgerätes.


Autor: Daniel
Denon DN-X1600 4Channel Digital-DJ-Mixer

Als kleineren spezialisierten Bruder zum X1700 knüppelt Denon nun den DN-X1600 auf den Markt. Neben einigen Neuerungen in „halbierter“ Effekt-Sektion, USB-Konnektivität und MIDI-Operationen ist er der erste Mixer, der das Roland V-LINK-Protocol für VJ-Mixing beherrscht.

>>> dm-pro.com

Foto: Denon
Autor: Daniel
Reloop Jockey 3 ME – All-In-One-DJ-Controller

Pünktlich zur DJ-Messe NAMM hat auch Reloop einen neuen Controller parat. Neben dem Contour (den ich in Kürze mal ausgiebig testen werde), wurde auch die Digital-Jockey-Reihe weiterentwickelt. Heraus kam der Jockey 3 ME, bei dem sofort die vollmetallene Beschaffenheit auffällt. Auch die Fader und Potis sind robuster, die Buttons voll gummiert und das Jog-Wheel (High Resolution mit 4096 Schritten pro Umdrehung) wertiger. Der Crossfader ist zudem austauschbar.

Der Controller harmoniert bestens mit Traktor Pro und 4-Deck-Steuerung, korrespondiert aber auch mit anderer MIDI-fähiger DJ-Software. Audio-Interface ist natürlich integriert und in der Masteredition können zusätzlich externe Quellen gemixt werden. Ansonsten wurde der Aufbau stark an den Contour angeglichen, wirkt lockerer, griffiger und nicht mehr so kleinteilig.

Bevor ich hier weiter um den heißen Brei herumrede, die Tech-Fakts:

– PRO Traktor Controller mit 4-Deck Switching System inkl. Traktor LE Software – von den Machern der erfolgreichen Digital Jockey Serie
– High-End 24-Bit / 96 kHz USB Audio-Interface mit BurrBrown AD/DA Wandlern und MIDI-Interface
– Master Edition: Analoge Quellen wie Plattenspieler oder CD-Player können direkt angeschlossen und auch ohne Computer gemixt werden
– Full Metal Jockey: Solide Metallkonstruktion mit kugelsicherer, 2mm Deckplatte
– insgesamt 90 frei zuweisbare MIDI-Regler (54 Tasten, 6 Fader, 13 Encoder mit Druck-Funktion, 15 Drehregler, 2 berührungsempfindliche Jog Wheels)
– perfekte Kontrolle für alle Traktor PRO Features wie 8 Cue-Punkte, Smart Loop-Control, erweiterte Effektkontrolle oder Track Management
– perfekte Beat-Synchronisierung dank bewährter Traktor Engine inkl. iTunes®-Integeration
– auch nutzbar mit jeder anderen MIDI-Software wie beispielsweise Virtual DJ
– doppelte Belegung aller Elemente durch SHIFT-Layer
– 4-Deck Steuerung mit Kippschaltern im klassischen Mixer-Style
– MIDI-Turbo-Mode updatet sich jede Millisekunde für ultra-schnelle Übertragung und Statusaktualisierung
– neue, ultra-flache und noch größere Jog Platters mit Vinyl Grip
– High-Resolution Jog Wheels mit bis zu 4096 Impulsen pro Rotation
– Jog Drag: Der Jog Wheel-Widerstand ist auf den persönlichen Perfomance-Style einstellbar
– alle Fader, Drehregler und Tasten in Full-Size Club-Qualität
– große, hintergrundbeleuchtete, gummierte Tasten mit Smooth-Touch Oberfläche und optimierem Click-Point für schnelles Triggern

Digitale Mixer-Sektion:
– Stand Alone Mixing Funktion: Zwei analoge Phono/Line Eingänge zum Anschluss von Turntables oder CD-Playern – Mixen von Medien auch ohne Computer möglich
– jeder Kanalzug kann entweder 2 MIDI Decks (A/C, B/D) oder einem analogen Eingang per Toggle-Switch zugewiesen werden
– austauschbarer Premium Crossfader mit einstellbarer Curve
– zwei Alpha PRO Longlife 70 mm Linefader
– 3-fach EQ-Kontrolle plus Filter-Funktion & Gain
– CUE-Tasten zum Vorhören und CUE-Mix per 25 mm MINI-Fader
– VU Meter LED zur Pegelausssteuerung
– Power Status & MIDI LEDs zur Überwachung

Player-Sektion:
– 2 berührungsempfindliche (einstellbare Sensitivität), zweiteilige XXL Jog Wheels
– 4 Jog Modes: Vinyl, CDJ, Search & FX-Modulation
– große Transportsektion für PLAY, CUE, CUP und SYNC
– zwei lange, hochauflösende 14-Bit Pitchfader mit Smooth-Glide für präzises Angleichen
– zwei Pitch Bend-Tasten
– designierte Drehregler für Filter- und Pan-Effekt
– umfangreiche Loop & Sample-Sektion inkl. 4 großen CUE/LOOP Trigger-Tasten auf 2 Bänken
– volle Effektkontrolle mit 4 großzügigen XL-Encodern und Tasten für treibende Effekt-Action

Master-Sektion:
– 1x Master Drehregler
– separat regelbarer Booth-Ausgang für den DJ-Monitor
– 1x Phones Level Drehregler
– großer TRAX-Encoder für schnelles, komfortables Browsen in der Music Library (mit 2 beleuchteten Load-Tasten)

Anschlüsse:
– zwei analoge Eingänge mit Phono/Line-Wahlschalter
– regelbarer 6,3 mm Klinken Mic-Eingang mit Software- / Master-Routing Schaltung
– zwei Kopfhöreranschlüsse per 6,3 mm & 3,5 mm Klinke
– zwei Master-Ausgänge (symmetrische Klinke und asymmetrischer Cinch-Ausgang)
– ein Booth-Ausgang für den DJ-Monitor
– Master Thru-Anschluss zum Durchschleifen eines zweiten Contollers (DJ Team) oder anderer Quelle

Verschiedenes:
– Diebstahlsicherung: Slot für Kensington-Sicherheits-Schloss
– LED Dimming-Regler zur Justierung der Helligkeit
– Shift-Lock Feature
– CUE Master Thru-Funktion
– flexibles Input Routing: Alle Eingänge können entweder zur Software oder zum Master-Ausgang geroutet werden

>>> reloopdj.com


Autor: Daniel
Neue NI-Traktor-Version Pro

Native Instruments weiß ja, wie man seinen Digitalfiles abspielenden Musikfreunden den einen oder anderen Sabberfaden aus dem Mundwinkel lockt. Schon vor dem Kontrol S4 pushte die Technikschmiede das Gerät durch ein verwackelt schnell geschnittenes Video und verkündete nach Veröffentlichung stolz, dass es auch bald für Traktor Pro eine neue Software-Version geben werde.

Der 50%-Abverkauf der NI-Audio-Interface bekräftigte, der neu gestreute Videoschnipsel bestätigt das. Dennis Ferrer und die Martinez Brothers nutzen ein neues Interface (die korrekte Modellnummer wurde im Video wohlweislich weichgezeichnet) und Traktor-Software, deren Funktionsumfang sich nur schemenhaft erahnen lässt:

– eingefärbte Wellenformen der geladenen Tracks
– Sample-Bänke ähnlich denen der S4-Software
– farblichere Abhebung der einzelnen Elemente (kein gelb auf grau mehr)
– ausgefeiltere lesbarere und kontrastreiche Schriftart
– klarere Struktur in den einzelnen Decks

    Wir sind gespannt.

    Foto: Screenshot
    Autor: Daniel
    Pioneer mit neuen DDJ-T1/DDJ-S1 Controllern

    Dass von Seiten Pioneer bislang kein Stand-Alone-Controller für Digital-DJs veröffentlicht wurde (abgesehen von den Integratioenen des CDJ2000 und DJM800) verwunderte doch ein wenig. Zur nächsttägigen Winter-NAMM 2011 offenbaren die Japaner überraschend einen neuen Controller, über dessen Existenz bis dahin noch nicht einmal gemunkelt wurde.

    Die DDJ-Controller sind für Serato Scratch (S1) und Traktor (T1) erhältlich und erscheinen auf den ersten Blick identisch, sind aber jeweils speziell auf den Funktionsumfang der Software zugeschnitten. Im Großen und Ganzen gleichen beide Modelle zwei zusammengegossenen CDJ200 und einem 4-Channel-Mixer. Wer Pioneer-Gerätschaften kennt, weiß auch gleich um das Handling der Pitchfader, Jogwheels, Potis und Buttons. All das mit anständigem LED-Feedback versehen, macht der DDJ einen guten ersten Eindruck.

    In dem recht wuchtigen Gerät findet sich eine Soundkarte mit symmetrischen und unsymmetrischen Ausgängen (Cinch, 6,3-Klinke) und regelbarem Line-Cinch-Input für externe Soundquellen, zum Mitschnitt des aktuellen Mixes oder Mikrofonbetrieb. Gemixt wird allerdings softwareseitig, was mich wieder Latenzprobleme bei schnellen Faderbewegungen prophezeihen lässt. An der Frontseite findet sich der Kopfhörerausgang (Klinke 3,5mm und 6,3mm).

    Neu ist der Needle-Strip. Damit lässt es sich blitzschnell (grob) durch den kompletten Track browsen. Ideal um schnell zu einer bestimmtn Stelle des Tracks zu springen, was man bei anderen Controllern doch ab und an mal noch mit dem Touchpad des Laptops erledigte. Ohne Zweifel das Innovativste an dem DDJ.

    Ein weiterer Vorteil sind die Füße unter dem Gerät. So bleibt zwischen DJ-Pult-Fläche und Controller-Unterseite genügend Platz, um den Laptop darunter zu schieben. Der Bildschirm liegt damit näher am Geschehen, könnte bei empfindlichen Rechnern jedoch einen Hitzestau provozieren.

    Der Controller wird mit einer Traktor-Pro-4-Channel- bzw. ITCH-Version ausgeliefert und für 1.300 US-Dollar (schätzungsweise 900 Euro im Euroraum) über den Tresen wandern.

    Weitere Infos (englisch) auf folgenden Seiten:
    >>> DDJ-T1 auf digitaldjtips.com
    >>> DDJ-S1 auf digitaldjtips.com
    >>> DDJ auf djtechtools.com

    Foto: Pioneer
    Autor: Daniel
    KDJ-One – Mobile Digital Audio Workstation

    Jetzt erreicht die Mobilität auch die Musikproduktion. Nicht viel größer als eine CD-Hülle (126x150x27mm), passt der KDJ-One in jede Tasche. Synthesizer, Drum-Machine und ACID-Support (WAV) im StandAlone Modus, als VST-Instrument oder Controller für andere Audio-Software sorgen für flexiblen Einsatz. WLAN-Support, dickes Akku und eingebaute Lautsprecher unterstreichen den Mobilitätsfaktor des Gerätes.

    Das 5 Zoll 800×480 Pixel messende Display ist multi-touch-fähig und die Bedienelemente wie Jog-Wheel und ein vertrautes Spielkonsolen-Steuerkreuz versprechen angenehm haptisches Handling. 4GB interner Speicher (erweiterbar durch USB-Massenspeicher oder microSD) und 512MB RAM genügen selbst für anspruchsvolle Basteleien und der interne Loop/Sample-Recorder macht die weiße Kiste rund. Dazu legt Cyberstep noch ein eingebautes Mikrofon drauf und natürlich Line-In und -Out.

    >>> cyberstep.com

    Foto: Cyberstep (Screenshot)
    Autor: Daniel
    EKS Otus+ DJ-Controller

    EKS warf Ende des Vorjahres einen amtlichen DJ-Controller auf den Markt, der nicht nur schräg aussieht, sondern auch mit seinen Innereien den Digital-DJ-AddOn-Markt gehörig aufwirbelt. Der Dual-Deck-Controller besitzt ein integriertes 24-Bit 6-Kanal-Audio-Interface (2x Stereo-Cinch-Out und 2xDigital SPDIF-Out) sowie ein prominentes 7,5″ JogWheel mit Berührungssteuerung. Drumherum sehr aufgeräumt platziert: 17 Taster, sechs Buttons und zehn Potis; dazu ein berührungsempfindlicher Pitch-Slider und integriertes Touchpad. Macht in Summe schon einmal einen der bestausgestattesten Controller überhaupt.

    Nahezu alle Bedieneinheiten werden mit LED-Positionslichtern dokumentiert und der Deckswitch könnte nicht einfacher sein. Hingucker und Killerfeature dann aber die in allen vier Ecken des Gerätes angebrachten Jogwheels mit mittigem Klickpunkt. Richtig gelesen. Die runden Dinger sind nicht nur designte Deko, sondern nützliche Controllereinheiten zum Tracklistbrowsen, Effektbedienen und mehr.

    Gegenüber der Vorgängerversion Dualdeck wurde das Jogwheel etwas leichtgängiger gestaltet und ein externes Netzteil installiert, welches die LEDs noch eine Ecke heller leuchten lässt und die USB-Power entlastet. Das Trackpad erfuhr eine Verfeinerung und die Qualität des Audio-Interfaces wurde ebenso verbessert.

    Belegen kann man alles dank MIDI selbst. Auf der EKS-Web-Site stehen allerdings auch fertige Mappings bereits. Der zwei Kilogramm schwere Otus+ passt sich perfekt in bestehende SetUps (Mixer, Turntable) ein, ist mit gut 34 Zentimetern nicht zu wuchtig, allerdings mit seinen 70 Millimetern Höhe zwischen Technics und Mixer etwas herabgesetzt.

    Für knapp 600 Euro Straßenpreis befindet sich der Otus+ auch noch im Preis des Möglichen.

    >>> Otus+ bei EKS

    Foto: EKS
    Autor: Daniel
    Pioneer CDJ-350-W und DJM-350-W in weiß

    Hobby- und Home-DJs achten ja seit jeher auf schickes DJ-Equipment, gerade wenn es im Wohnbereich Platz finden soll. Pioneer spielt da brav mit und bietet seine beiden Einsteigermodelle – den CD-Player CDJ-350 und den Mixer DJM-300 – in perlreinem Weiß an. Im Zusammenspiel mit dem LED-Display und passender Button-Beleuchtung definitiv ein Hingucker.

    Mit der Farbe änderte sich auch einiges an den technischen Spezifikationen. Der Mixer erlaubt nun eine USB-Direkt-Aufnahme und besitzt mit Noise und Short Echo zwei neue Effekte. Die EQs killen bis zum Geht-Nicht-mehr und die Track Mark Funktion sorgt für die Aufnahme von Mixen ohne zusätzliche Software. Beide Geräte sollen ab Ende Januar für 650 Euro (CD-Player) bzw. 550 Euro (Mixer) erhältlich sein.

    >>> Pioneer CDJ-350
    >>> Pioneer DJM-300

    Foto: Pioneer
    Autor: Daniel
    Hands on: Reloop Digital Jockey 2 Interface Edition

    Semiprofessionelle DJ-Controller buhlen schon seit geraumer Zeit um die Gunst der Amateur-DJs. Reloop war mit seiner Digital-Jockey-Reihe von Beginn an dabei und bietet spätestens mit der Version 2 ein clubtaugliches Gerät an. Ich habe den Controller in der Interface-Edition nun seit geraumer Zeit im DJ-Einsatz. Hier einige Erfahrungen.

    Konstruktion | Bauweise

    Der kompakte Controller ist nicht gerade klein und will daher nur hochkant in einen DJ-Koffer/-Tasche passen. Das Gehäuse erweist sich als robust, die Knöpfe und Potis druckfest. Nur die Fader sind etwas dünn und verbiegen in Korrespondenz mit umherfliegenden Equipment innerhalb des DJ-Koffers gerne mal. Zehn Minuten vor dem Gig einen Metallfader ohne Zange geradezubiegen war mir eine Lehre. Jetzt findet das Gerät immer zwischen den Not-Vinyls Platz.

    Der Controller wird mit zusätzlichem Netzteil geliefert, was für den Gebrauch jedoch nicht zwingend notwendig ist. Internes Mixing und alle Controller-Funktionen sind USB-powered. Einzig die Lautstärke des Kopfhörers lässt sich ohne externe Stromversorgung nicht hochregeln.

    Audio-Eigenschaften | Bedienung

    Das Interface besitzt einen Stereo-Cinch-Ausgang sowie einen Stereo-Cinch-Eingang, sodass das Master-Signal direkt ausgegeben wird. Das Mixing erfolgt nicht direkt im Gerät sondern passiert softwarebasiert. Der Digital-Jockey 2 arbeitet mit seinen Bedieneinheiten daher eher als verlängerter Arm von Traktor.

    Das hat Auswirkungen auf die Bedienung. Schnelles Mixing und Hochreißen der Fader, wie man es von echten Mischpulten gewohnt ist, fällt flach, da es zwischen Faderbedienung am Digital-Jockey und dem Resultat in der Software eine kleine Latenz gibt. Diese ist bei der Bedienung der anderen Buttons nicht zu spüren und funktioniert reibungslos.

    Im Reloop-Forum werden verschiedene Mappings angeboten, die den Status als ausgereift verdient haben. Die einzelnen Buttons und Potis haben viel Spielraum für große Finger und sind schlüssig belegt. Selbst die doppelt belegten über den Shift-Button erreichbare Buttons stellen kein Problem dar. Nur an die Endlos-Knbos für Effekte muss man sich gewöhnen.

    Der EQ-Bereich zeigt sich wegen des Problems des latenzbedingten Nachziehens  gewöhnungsbdürftig. Der Gain-Regler muss manchmal (wie auch öfter die Pitchfader) in Nullposition gebracht werden, damit die Software hinterherkommt. Der resultierende Endklang bei Benutzung der EQs wirkt immer etwas zu bassreich, sodass man da oft nachregeln muss.

    Empfehlung

    Aus obigen Gründen empfehle ich nur die Reloop Digital Jockey 2 Controller Edition in Verbindung mit einem externen Audio-Interface, welches direkt die Ausgänge der 1-4 Software-Player auf den Mixer routet. Man fühlt sich in diesem SetUp deutlich mehr zuhause und der Optik beim DJing tut es auch gut, wenn man nicht nur Stur auf dem Controller rumwurschelt, sondern auch den Mixer in seine Interaktion einbezieht. Ganz zu Schweigen vom Komfort eines großes Clubmixers.

    Routing-Tests

    Wozu ein externes Audio-Interface, wenn der Digital-Jockey in der Interface Edition schon eines besitzt, dachte ich mir. Aus der Not heraus (externes Audio-8-Interface vergessen), stöpselte ich ein anderes Set-Up zusammen, was relativ gut funktionierte und eine interessante Alternative darstellte. Allerdings nur 2-Player-kompatibel.

    Auf den Masterausgang routete ich das Signal des ersten internen Players und auf den Kopfhörerausgang den des zweiten. Ersterer Ausgang ging via Cinch an den Mixer und an den Kopfhörerausgang fand ein Adpater (6.3mm-Stereo-Klinke auf Stero-Cinch) Platz, der ebenso an den Mixer geroutet wurde. In der Traktor-Software nun nur noch das Mixing auf extern gestellt und fertig.

    Wichtig hierbei: Das Signal der beiden Ausgänge sollte vor dem Start kurz ausgepegelt werden, da beide Outputs in dieser Kombination gern übersteuern. Der Auto-Gain muss in der Software deaktiviert sein. Letztendlich hat man über den missbrauchten Kopfhörer-Kanal zwar nicht den besten Klang (leicht dumpf und etwas bassreich), aber auf jeden Fall ausreichend.

    Hier ein Mitschnitt eines Mixes, den ich auf diesem SetUp zu einer Party spielte.

    Reydan @ Winter Festival Krone Bautzen by Reydan

    Foto: Reloop
    Autor: Daniel
    Jahresrückblick 2010

    Nach meiner alljährlich auftretenden adventsursächlichen Abstinenz, rollt der ae-pool-Ball nun wieder in Richtung Pins. In den nächsten Tagen liefere ich so einige Techniknews nach und dazu auch den schon ewig vor sich herschimmelnden Reloop Digital Jockey 2 Hands-On-Test.

    Da es Mode wurde, das Jahr Revue passieren zu lassen, hier der Einfachheit halber die zehn beliebtesten Artikel des Blogs aus 2010.

    1. Denon DN MC6000 – All-In-One-DJ-Controller
    2. NI Traktor Kontrol S4 – All-In-One-DJ-Controller
    3. Vestax stellt neuen VCI 300 vor
    4. Touchable – iPad-Controller für Ableton
    5. 10 DInge, die einen guten DJ ausmachen
    6. 7 Tipps für einen störungsfreien Laptop-Gig
    7. Icon Stage MIDI-Controller
    8. DJ-Controller Numark Mixtrack
    9. American Audio VMS 4 – All-In-One-DJ-Controller
    10. 7 Gegenstände, die ein Digital-DJ dabei haben sollte
    Foto: sxc
    Autor: Daniel
    Reloop Contour – DJ-Controller mit Interface

    Reloop hatte immer schon ein Näschen für die Bedürfnisse von DJs. Auch mit dem neuen Contour liegt das Münsteraner Unternehmen wieder goldrichtig, denn was man am Traktor X1 vermisst hat, besitzt das neue Reloop-Gerät und bleibt dabei dennoch recht kompakt.

    Neben den üblichen Controller-Funktionen beinhaltet der Contour in der Interface-Edition (und nur die ist ja eigentlich interessant) ein integriertes 8-Kanal-Audio-Interface, mit dessen Hilfe man vier Decks auf einen externen Mixer routen kann. Dafür stehen vier Stereo-Cinch-Ausgänge bereit. Ein Audio-In sucht man leider vergebens, so sind Traktor-Mitschnitte über den REC-Ausgang des DJ-Mixers (was bei den Digital Jockey Interface-Editionen noch funktionierte) nicht möglich.

    Zwischen den Decks wechselt man bequem per Tastendruck. Das prominente, berührungsempfindliche Jogwheel lässt sich auf vier unterschiedliche Modi einstellen. Die Effekt-Sektion hat vier kleine Minifader und alle Button bringen amtliches softwaregesteuertes LED-Feedback mit.

    Der Reloop Contour ist natürlich auf Traktor Pro zugeschnitten, kommt wie man es vom Digital Jockey gewohnt ist, in robust gebürstetem Aluminiumchassis daher und kann auch im Standalonebetrieb für internes Mixing genutzt werden. Dafür sind zwei Kopfhöreranschlüsse (3,5mm und 6,3mm Klinke) an der Vorderseite des Gerätes zu finden. Findige Bastler werden bestimmt auch bald ein Mapping zusammenschrauben, dass die Effekt-Fader als Deckfader ansteuert…

    Der Reloop Contour ist in Kürze für 319 Euro (Interface-Edition) bzw. 220 Euro (Controller-Edition) erhältlich, wiegt 2 Kilo und ist 38 Zentimeter lang. Überragt damit also Standard-DJ-Equipment um gute sechs Zentimeter.

    >>> reloopdj.com

    Foto: Reloop
    Autor: Daniel
    The Prodigy «Wie alles begann» (Martin Roach)

    Wer meint, dass die Wartezeit der deutschen Übersetzung des KLF-Handbuchs zum Nr. 1 Hit schon zu lang war, wird mit dem Prodiyg-Buch «Wie alles begann» von Martin Roach eines Besseren belehrt. Satte sechzehn Jahre nach seinem Erscheinen (1994) in Großbritannien, veröffentlicht es der Hannibal-Verlag nun in einer deutschen Version.

    Der Inhalt blieb, bis auf die Ergänzung der Discographie und einem Vorwort, gleich und beschreibt recht bildreich die Anfangszeit der vierköpfigen Punkband aus England. Martin Roach kennt die Jungs seit ihren Anfangstagen, begleitete sie oft und traf sich mit Ihnen mehrfach in den Jahren ihres Aufstiegs. Dieser war trotz seines Erfolges kein Zuckerschlecken und so reihen sich neben einer Vielzahl von Anekdoten um Auftritte, Rave-Kultur usw. auch interessante Hintergrundfakten zum Musik-Biz und Prodigys Abneigung gegenüber des Starkultes aneinander.

    Durch die Beschränkung des Autors auf die Band, vermisst man eine kleine weitere Ausweitung der Rave-Breakbeat-Thematik auf andere Künstler. Die werden mit beispielsweise Altern 8 nur gestreift. Da das Buch jedoch die offizielle Bandbiographie ist, verzeiht man diesen Umstand. Was vielmehr stört, sind die übertriebenen Huldigen an Liam. Klar ist er der Kopf der Band und  ein Meister seines Fachs. Klar ist er ein Soundgenie und der breiten Öffentlichkeit durch das Überstrahlen der Frontmänner nicht so bekannt. Aber Roach trägt in einigen Abschnitten doch zu dick auf, was dazu führt, dass man diese Passagen in spätereren Kapiteln nur noch überfliegt.

    Unterm Strich erhält man jedoch ein handfestes Prodigy-Buch, das mit dem Kennenlernen der Mitglieder beginnt und mit dem zweiten Album (Music for the Jilted Generation) und dessen Erfolg endet.

    Foto: PR | Cover
    Autor: Daniel
    Crane Stand Laptopständer Deutschland-Vertrieb

    2008 feierte der Crane Stand sein Debüt, bevor er 2009 in Seattle das erste Mal vom Fließband lief. Deutschland hatte bisher das Nachsehen. Jetzt übernham Pro Audio den Vertrieb des DJ-Tools in hiesigen Landen. Der falttbare und aus Aluminium gefertigte Crane-Stand ist mit seinemflexibel einstellbaren Neigungswinkel ruckzuck aufgebaut und bietet darüber hinaus mit dem Subtray eine Ablagefläche für Interfaces.

    >>> Faltbarer Laptopständer: Crane DJ-Stand auf ae-pool.de
    >>> Pro Audio

    Foto: Pro Audio
    Autor: Daniel


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