Tom Budden «Grabbing At Straws / Kansai / The Deal»

Meine Herren hat der Mann einen langen Schädel, ein wahrlicher Wiedererkennungseffekt und Vorteil für den Briten. Anfangs mit seinen Releases noch etwas gesichtslos, wird der Mann mit seinem Tribal-Techhouse und Hang zum (Piano-)Chord von Mal zu Mal besser. An seinen letzten drei Releases auf Alive (18/19/20) ist die Kurve besonders schön zu sehen. Behalten wir mal im Auge, den Guten.

Rating: ★★★★☆ 

Tom Budden – Kansai [ALiVE018] – [128clip] by tombudden

Tom Budden – Grabbing At Straws [ALiVE019] – [128clip] by tombudden

Tom Budden – The Deal [ALiVE020] (clip) by tombudden

>>> tombudden.co.uk

Foto: PR
Autor: Daniel
Charlie North & Michael E «Secrets Like These»

Sine Music powert gerade neues Chill-Material nach draußen. Secrets Like These der beiden Briten Charlie North und Michael E ist ein Acht-Track-Album mit entspannenden Downbeat und beatlosen Ambient-Songs. Ich sage bewusst Songs, denn die Musik auf dem Album sind keine lieblos zusammengeschobenen Patchwork-Tracks, sondern mit freejazzigen Melodien durchzogene Traumperlen. Saxophon, Piano und Trompeten verheddern sich nicht in Loops, erzählen vielmehr Geschichten.

Rating: ★★★★★ 

Hier ein Free Track von Charlie North, der schonmal zeigt, wo die Reise hingeht:

Flying Home by charlienorth

>>> sine-music.com

Foto: Cover
Autor: Daniel
Fabricio Peçanha «Swing It»

Fabricio Peçanha dürfte hierzulande noch nicht so der Begriff sein, mit seinem neuen Release auf Definition Records könnte sich das ändern. Der Brasilianer zählt laut DJ Mag zu den besten DJs weltweit und wurde von den Lesern des House Mags als bester DJ Brasiliens gewählt. Swing It greift wie ein Zahnrad in das momentan sehr populäre von Melodien durchzogene Midtempo-Techno. Ist zwar nicht ganz meine Baustelle, hat aber dennoch seinen Reiz.

Rating: ★★★★☆ 

Fabricio Pecanha- Swing it by fabriciopecanha

Fabrício Peçanha – Swing It (Stimpack remix) by fabriciopecanha

>>> definition-records.de

Foto: PR
Autor: Daniel

Drum’n’Bass packt mich immer noch am meisten…


Autor: Daniel
Von phasenabhängigen DJ-Namen

Damals war nicht alles besser, sondern nur anders. Auch die DJ-Namen. Während in den 70/80ern das Künstlerpseudonym bezeichnend sein musste (Grandmaster Flash, Kool DJ Herc…), war es später en vogue ein „DJ“ vor seinen Namen zu platzieren. Danach konnte der Name nicht abgedreht genug sein, gerade in der elektronischen Musik.

Daraus bildete sich eine Art Namenskonvention für Künstler der plattendrehenden Zunft und eine Vielfalt, die bis heute anhielt. Das macht das Flyerlesen zu einem lustigen, manchmal auch haarsträubendem öfter aber auch anerkennenden Vergnügen. Bis heute.

Folgten damals die DJs auf der Oberkante des „Underground-Mainstreams“ eher nur dem Fluss des Musikstyles, sind es jetzt zusätzlich die eigenen Namen, die daran glauben müssen. Denn die ganzen Paul Kalkbrenners, Oliver Koletzkis, Thomas Schumachers, Daniel Stefaniks und Marko Fürstenbergs da draußen leuchten mit dicker Vorbildfunktion.

So genügt es dem eigenen Anspruch nicht mehr DJ Soundso zu heißen oder ein Fantasiewortwerk zu bemühen, nein, es werden jetzt Vor- und Zuname gewählt. In blindem Wahn natürlich die echten auf der Geburtsurkunde prangenden, was einem (wenn es mal was mit der DJ-Karriere werden sollte) schnell zum Verhängnis werden dürfte (Stichwort: manische Fans).

Ich mache mir es allerdings zu einfach, begrenzte ich es auf schnödes Mit-dem-Strom-schwimmen. Es exisitiert ja nun auch dieses mehrere Millionen Nutzer schwere Jahrbuch mit weißer Typo auf blauem Grund. Und dort liegt das Hinterteil des Hundes begraben. Mit dem echten Namen wird man dort natürlich viel schneller gefunden und Freunde-Sammeln geht mit dem privaten Account auch viel fixer.

Die 2000er prägen die DJ-Namenswahl also weiter.
Freuen wir uns auf 2015, wo sich alle DJs nur noch mit Ziffern bezeichnen werden.

DJ 5000 formerly known as Daniel


Autor: Daniel
10 Dinge, die man als DJ am Abend so zu hören bekommt

Seit Jahren tingele ich von Party zu Party und fast genauso lange stehe ich als DJ hinter den Plattentellern. Jetzt habe ich es geschafft.

Die TopTen, was man am Abend hinterm DJ-Pult von den Gästen zu hören bekommt.

  1. „Jawolll!!!“
  2. „Ich bin auch DJ!“
  3. „Wann ist hier heute denn Schluss?“
  4. „Kann ich auch mal zehn Minuten?“
  5. „Wie nennst Du Dich als DJ? – Soundso – Aha, Du bist scheiße!!“
  6. „Hast Du was von den HotBananas?“
  7. „Damals: Mach‘ mal die Musik lauter – Heute: Kannst Du die Musik bissl leiser machen?“
  8. „Kann ich meine Jacke bei Dir ablegen?“
  9. „Mein Kumpel hat ja <besseres System/Player/Technik> als Du hier.“
  10. „Mach‘ mal <Stroboskop/Nebel/Scheinwerfer> aus.“

Autor: Daniel
DJDecks-Software mit Update

Im Schatten der großen DJ-Mix-Tools stehen einige kleinere Anbieter, die trotz der gigantischen Platzhirsche weiterentwickelt werden und Kompatibilitäten zu vielen MIDI-DJ-Controllern aufweisen. DJDecks wäre da so ein Kandidat und steht mit seinem Features den Großen in nichts nach. Selbst Timecode-DJing wird unterstützt sowie ein Batzen an externen MIDI-Controllern inkl. Mappings.

In der heute veröffentlichten Version v0.99 wurde neben Bug-Fixes die Tempo-Qualität verbessert und ein Mapping für den Reloop Digital Jockey Controller integriert. Eine Mac-Version des Programms steht ebenso als BETA zum Download bereit, besitzt jedoch nicht denselben Funktionsumfang der Windows-Version.

>>> djdecks.be

Foto: Screenshot
Autor: Daniel
Neuer Traktor-4-Deck-Controller + Software-Update

Während Rane einen Serato-Scratch-Controller nach dem anderen auf den Markt wirft, hatte Native Instruments mit Traktor das Nachsehen. Schon der X1 kam sehr spät, ließ aber vermuten, dass eine All-In-One-Lösung nicht lange auf sich warten lässt. Diese taucht nun in dem neuen Traktor-Promo-Video auf.

Der 4-Deck-Controller mit integriertem Mixer bietet, wenn man dem verschwommenen kurzen Blick trauen darf, all das, was eine All-In-One-Lösung nötig hat. Einzig die Anordnung der Jogwheels sieht gewöhnungsbedürftig aus, da die nicht wie gewohnt im unteren bis mittleren Segment liegen, sondern eher oben.

Auch der kurze Blick auf die Software lässt neben einem optischen Feinschliff auch vier Sample-Bänke je virtuellem Player erkennen. Wenn dem so ist, wird mit dem Software-Update endlich auf die Wünsche der Traktor-Benutzer eingegangen, die ja gegenüber Serato-Scratch-Usern in Sample-Hinsicht immer das Nachsehen hatten.

>>> native-instruments.com

Foto: Screenshot Video
Autor: Daniel
via Salection
Pavel Sidorenkos «Re_Vinyl»-Wanduhren

Der Russe mit dem wohltuend klingenden Namen Pavel Sidorenko weiß, was man mit den alten Vinyls anstellen kann. Vor einiger Zeit war es ja mal „inn“, die runden Klangkörper zu erhitzen und in neue Formen zu gießen. Der Designer Sidorenko spart sich das und macht schlicht und einfach Wand-Uhren draus. Recht simpel, hat aber durchaus einen „Haben-Wollen-Effekt“.

>>> pavel-sidorenko.com

Foto: Pavel Sidorenko
Autor: Daniel
via Sidorenko Design
10 Dinge, wie man sich bei der Barbedienung beliebt macht

Und hier ein weiterer Teil der 10-Dinge-Reihe.
Seit Jahren tingele ich von Party zu Party und genauso lange sehe ich den Nachtleben-Leuten bei ihrer Arbeit zu. Jetzt habe ich es geschafft.

Zehn bombensichere Tipps, wie man sich bei der Barbedienung beliebt macht, wenn gerade besonders viel zu tun ist:

  1. Mit Fünf- und Zehn-Cent-Stücken bezahlen.
  2. Immer wierder nach ihrer/seiner Telefonnummer fragen.
  3. Hinter die Bar gehen und helfen.
  4. Sagen, dass man sie/ihn liebt.
  5. Erst wenn sie/er den Preis sagt, nach dem Geld kramen.
  6. Den Rest vom Caipi in den Eisbehälter hinter der Bar schütten.
  7. Laut und rhythmisch mit den leeren Flaschen auf den Tresen klopfen, damit sie/er weiß, dass Du etwas zu trinken haben möchtest.
  8. Die weibliche Barbedienung mit Püppi ansprechen.
  9. Die männliche Barbedienung mit Püppi ansprechen.
  10. Sagen, dass man jetzt die Freigetränke für den DJ holen wolle.

Und immer daran denken:
Solange man noch „Bier“ sagen kann, bekommt man noch eins!


Autor: Daniel
SonneMondSterne ausverkauft

War ja eigentlich klar, dass nach Melt! nun auch das SonneMondSterne-Festival ausverkauft ist. Dazu kommt der Hinweis der Festival-Leitung:

Aus gegebenem Anlass weisen die Veranstalter nochmals ausdrücklich darauf hin, dass Tickets ausschließlich bei offiziellen Vorverkaufsstellen erworben werden sollten, da – wie bereits in den Vorjahren – gefälschte Tickets im Umlauf sind, die als Fälschung nicht zu erkennen sind. Ebenfalls wird dringend vom Ticketerwerb auf dem Zeltplatz vor Ort gewarnt. Da für die Nutzung der Campingplätze ein gültiges Festivalticket zwingende Voraussetzung ist, wird von einer Anreise ohne Ticket dringend abgeraten.

>>> sonnemondsterne.de

Foto: PR
Autor: Daniel
Icon iStage – MIDI-Controller

Des DJs liebstes Stück Software für Live-Performances ist und bleibt Ableton. Bei ausschließlich Musik auflegender DJ-Zunft stehen Traktor und Scratch hoch im Kurs. Und dann wären noch die Effektsampling- und Drum-Tools. Das macht MIDI-Controller in der Jetzt-Zeit zu eierlegenden Wollmilchsäuen und so richtig interessant, da ein Gerät für mehrere Aufgaben genutzt werden kann. Zum Beispiel das Icon I-Stage. Ohne Rechner ist das Teil nur ein nutzloses Stück Plastik (in der Luxe-Version Aluminium) aber mit einem Rechenknecht am USB-Kabel, blüht das Teil auf, wie eine Kirmesbude.

Das I-Stage verfügt über vier verschiedene Modi (Sequenzer-, Effekt-, DJ- und Drum-Modus) und kann damit zum Fernsteuern des nahezu gesamten Softwareparks verwendet werden. Im Innern der drei Buttons-Sets mit je 4×4 anschlagdynamischen Pads schlummern je zwei LEDs. Der Rest mit nur je einer roten. Der Poti fungiert als Jogwheel und der Crossfader freut sich dank freier Zuweisbarkeit. Power gibt’s über USB und die Knopfleiste freundelt mit Windows und Mac. Mappen muss man selbst, die iMap MIDI-Mapping-Software liegt allerdings bei. Mit knappen 80 Tacken bleibt das I-Stage auch noch erschwinglich. Bevor jetzt ganz hibbelig zum Shop gestürzt wird: Das Teil wird voraussichtlich erst November ausgeliefert.

>>> icon-global.com

Foto: Icon Global
Autor: Daniel

Das nenne ich mal einen anständigen Live-Act. Alles nur One-Shot-Sounds, verteilt auf 64 Buttons, keine Loops. Der Track ist von Edisons Album „all the information at hand“.

>>> kidwithoutradio.com


Autor: Daniel
via Mururoar
Reloop Digital Jockey 2 in weiß

Gerade bei salection gefunden: die weiße InterfaceEdition des Reloop Digital Jockeys 2 in limitierter Auflage. Warum seitens Reloop gerade diese Version gewählt wurde, kann ich mir zwar nicht erklären, denn die MasterEdition mit den zusätzlichen XLR- und Monitor-Ausgängen sowie der StandAlone-Mix-Funktion wäre doch besser geeignet. Aber ein Hingucker bleibt das Gerät allemal, sieht aber mit Garantie wie jedes MacBook nach einer Handvoll Gigs aus: schweindedreckig. Immerhin fällt Staub nicht mehr so ins Auge. Erhältlich ab September 2010 zum Preis der schwarzen Original-Version.

Foto: Reloop
Autor: Daniel
via Salection
Stranges Porzellan-DJ-Setup

So cool wie das Porzellan-Set-Up auf den ersten Blick auch erscheint, in meine Wohnung würde ich es trotzdem nicht stellen wollen. Funktioniert ja noch nicht mal….

>>> Fabien Clerc

Foto: S. Pointet (Fabien Clerc)
Autor: Daniel
via nerdcore

Die Süddeutschce hat ja wieder mal anständig Mist veröffentlicht:

„…Ronald Hitzler, Soziologe und ‚Party-Professor‘, Dortmund: ‚Techno ist – ganz brutal gesagt – out. Es gibt zurzeit einen Wiederbelebungsversuch, der unter Elektro läuft…“

>>> Süddeutsche


Autor: Daniel
Global Space Odyssey Leipzig 2010

Juli. Laute Musik. Leipzigs Straßen. Kann nur die Global Space Odyssey sein. Seit 2001 ziehen jeden Sommer bunt scheppernde Wagen durch die Innen- und Südvorstadt. Das Partyhighlight am 31. Juli hat natürlich wie immer einen ernsten Hintergrund. 2010 steht die Demonstration unter dem Motto Kulturpolitik: „24/7 – Kultu(h)r tickt anders!“.

>>> gso-le.de


Autor: Daniel
Finderlohn: DJ Hells Trolley entwendet

Während des Sommer-Festivals „Sea Of Love“ wurde Helmut Geiers (aka DJ Hell) Reisetrolley mitsamt seines Inhalts entwendet. Der schwarze Leder-Trolley enthält eine Vielzahl persönlicher Dinge, die mit Geld nicht ersetzbar sind. Hell und sein Label Gigolo bitten daher jeden um Hilfe, den Koffer zu finden und bietet „…1.000 € für die Fairness an denjenigen, der das alles in Ordnung bringen kann…“.

Hinweise, auch anonym, bitte an: creative(at)gigolorecords(Punkt)com

Foto: Gigolo
Autor: Daniel
Signale auf rot: Vestax-DJ-Mixer PMC-05 Pro 4

Vestax untermauert mit der aktuellen Version des PMC-05 wieder einmal seinen Meisterstatus. Das Vorgänger-Modell bzw. die davor dürften den Status als Referenz-Mixer erklommen haben. Zumindest im HipHop-Bereich. Dass der neue Battlemixer aber jedem Künstler der DJ-Zunft gut zu Gesicht steht, beweist die Pro-Version Nummer Vier.

Der 5-Kilo-Mixer ist typisch aufgeräumt, die einzelnen Drehregler wirken kompakter und wurden näher an den Rand gerückt. Die 3-Band-EQ-Einheit ist etwas luftiger geworden und killt die einzelnen Frequenzspektren nahezu komplett. Auch sonst ist die Anordnung durchdachter. Die Master-Regler befinden sich nun vollständig in der rechten oberen Ecke. Die Regler für Faderkurven rutschen an die Vorderseite des Gerätes; mit ihnen auch der Kopfhörer-Ausgang der neben 6,3mm nun auch einen 3,5mm-Klinke-Anschluss bietet.

Neu ist die auffällige Midi-Einheit. Die Buttons und Regler arbeiten mit jeder Digital-DJ-Software zusammen, bevorzugt natürlich Seratos Scratch. Traktor dürfte auch möglich sein, wenn es nicht sogar schon Mappings gibt. Die Fader sind allesamt kontaktfrei und digital, auch der als Mutetaste genutzte Quellenumschalter wirkt robuster.

Und damit sind wir schon bei der Rückseite, die ein wahres Eldorado an Ein- und Ausgängen bietet. Raus kommt der Sound mittels XLR, Klinke oder Chinch. Dazu kommen die Eingänge der beiden Kanäle. Die zusätzlich zu Phono/Line jeweils für Digital-DJ-Interfaces durchgeschliffen sind. Hat man den Dreh raus, wird damit das lästige Umstöpseln der Kabel bei DJ-Wechseln, Auf- und Abbau eingedämmt und vereinfacht. Dazu der USB-Anschluss zur Korrespondenz mit der DJ-Software, ein zusätzlicher und damit siebtener (!) Line-Eingang sowie Input für Mikrofon und Effektgeräte.

Einzig Farbe und Design des Mixers sind etwas gewöhnungsbedürftig und unpraktisch. Bei typischer Clubbeleuchtung sieht man vom matten, feinlinigen Design sowieso nichts mehr, das Rot erscheint schwarz und die in hellerem Rot gehaltenen Regler werden fabrlich eins mit dem Untergrund. So helfen nur die hellen Midi-Bänke bei der Orientierung.

>>> vestax.com

Foto: Vestax
Autor: Daniel

Da ich ihn im Breeza-Artikel erwähnt hatte, wäre es blöd, kein Video zu posten. Hier mal zwei Stück.


Autor: Daniel


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