Jimmy Edgar – Hush EP

Ist zwar nun schon ein halbes Jahr alt, aber bedarf dennoch meiner ausdrücklichen Erwähnung und Empfehlung. Den selten hat mich eine EP auf so unterschiedlichen ebenen berührt. Und das liegt nicht nur an dem seltsam einprägsamen Cover. Der namensgebende Track Hush groovt als langsamer Housetrack schön vor sich hin. Der Beat setzt immer wieder aus, das Vocal ist fein geloopt, die Clap treibt den Track vor sich her. Sehr satt und deep der Sound.

Der Kyle´s Detroit Retro Metro Remix klingt ähnlich überladen und willkürlich zusammengestellt wie der Name. Diese Mittelmäßigkeit ist der Tiefpunkt einer sonst gelungenen EP und wird schnell übersprungen.

Denn mit B there wird der House noch langsamer, gleichzeitig aber noch groovyger. Auch hier ein Vocal-Loop, der den Track trägt und vorantreibt. Einfacher Trackaufbau aber sehr stark ausproduziert. Funktioniert 1a, jedenfalls wenn sich ein DJ unter 110 bpm begiebt. Die Vinyl ist jetzt hier zu Ende und deshalb empfiehlt sich die digitale Version…

Hier haut mich mit Vrndaktro Hell ein völlig anderes Stück Musik vom Hocker. Ein satter Beat, der immer wieder in kurzen Echo-Stakatos bricht, bereitet den Weg für eine unglaubliche Detroit-Synthie-Adaption. Dazu peitscht der dicke Beat duster voran. Feiner Techno-Track oder Minimal oder ach egal – hauptsach laut!

JNS-2000 ist mal wieder ein Stilwechsel. Gebrochen tickert wiederum sehr satte Beat hier vor sich hin. Während im Hintergrund hektische Klicks sich immer wieder im Echo vermehren. Dazu noch eine dezente Fläche und irgendwo aus dem Off eine Frauenstimme die vor sich hin redet. Eine Mischung aus Entspannung und Hektik, wie gemacht zum Hören nach einer durchfeierten Nacht.


Autor: Robert
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