Interview: üNN (Elektrolux)

Samstag, 30. Oktober 2004 12:26 Uhr
Beitrag in News von Daniel 1.610

Bonusmaterial?

Ja natürlich. Nach den zwei musikalischen Blöcken ist ein Making of / Interview Teil zu finden, in dem osa, einige der Studenten und auch ich selbst zu Wort kommen.

Mit was arbeitest Du VJ technisch? Sind es eher vorbereitete Loops und Patterns, die Du abmischst oder kommt auch vieles in Echtzeit (berechnet oder Videokamera) dazu?

Das hängt von dem Abend und dem Sound des DJ’s ab. Ich habe über die Jahre hinweg sehr viel unterschiedliches Material entwickelt, das ich bei Bedarf aus meinem Koffer ziehen
kann: Animationen und Loops zum Scratchen, Mixen, Filtern und Transformieren. Dazu kommen dann aber auch Animationen, Logos, Texte und dergleichen mehr, die direkt auf den Sound reagieren (Frequenz-Analyse zum Beispiel).

Wie sieht es mit dem dazugehörigen Equipment aus. Bis Du ein Verfechter der Mischung aus analogen und digitalen Techniken und einem dementsprechenden Technikfuhrpark oder stöpselst Du einen Laptop an den Beamer und los gehts?

Mein Equipment besteht zur Zeit aus drei digitalen Videokameras als Abspieler. Sie haben den Vorteil, dass ich über die eingebauten Displays jederzeit sehen kann, was gerade auf dem eigelegten Tape zu sehen ist. Dazu gehört ein Koffer, der randvoll mit Tapes gefüllt ist, auf denen sich unterschiedlichstes visuelle Material befindet. Als vierte Bildquelle kommt ein Laptop dazu, an dem eine externe Festplatte hängt, auf dieser wiederum sich mehr als 13 Stunden Videos befinden, die gezielt abrufen werden können. Wenn der DJ einen Song auflegt, zu dem ich etwa meine „schmelzende Plastikente in der Bratpfanne“ passend finde, bin ich nur drei Mausklicks von diesem Video entfernt. Das kann kein DVD-Player so schnell!

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Und wie sieht es mit der Software aus?

Zusätzlich laufen auf diesem Rechner auch diverse VJ-Programme, mit denen ich Animationen und Bildmasken erzeuge, die auf den Sound reagieren. Diese vier Bildquellen kommen dann in meinem Edirol V4 Videomixer zusammen, mit dem ich zwischen Bildquellen faden und weitverarbeiten kann. Und zu guter Letzt endet das Ausgangssignal vor der „Ausstrahlung“ in den Korg Kaoss Pad Entrancer, ein Gerät, mit dem man auch Videosignale in Echtzeit bearbeiten und filtern kann.

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