Aktuelle Kategorie: Partyreview
Seitenwechsel

Lohsa war das Ziel des Abends – ein Kaff irgendwo in der Lausitzer Heidelandschaft. Der dortige Jugendclub veranstaltet unter dem originellen Namen „Sommernachtstraum“ ein Dorffest mit Clubfloor unter freiem Himmel.

Schön ist es da schon, wenn zwischen den Bäumen passende Musik den Sonnenunter- oder -aufgang begleitet. Zwischendrin ist es mal mehr mal weniger schön – aber so ist das auf Dorffesten…
Ich und Taste waren jedenfalls bereits da als es langsam dunkel wurde – aber sonst hatte kaum jemand schon den Weg dahin gefunden. Also wurde auch mal der Blackfloor unter die Lupe genommen. Hier stand ein offensichtlich völlig überforderter DJ hinter dem Mischpult der im Stile einer Schülerdisko einfach ganz schnell von einem Lied zum nächsten fadete. Ohne jegliche Taktangleichung oder gar Scratching. Sprich: grausig. Über diese Darbietung waren wir recht amüsiert, was dem DJ offenbar nicht entging…

Er kam von der Bühne auf mich zu und sagte: „Mach du es doch besser!“ Dankend lehnte ich mit dem Verweis ab, dass mich diese Musik Null interessiere, maximal das Gehabe der üblichen Protagonisten amüsiere. Seine Antwort verdutzte mich: Ihn würde die Musik auch ankotzen, aber der DJ sei nicht gekommen und jetzt müsse er, der sich eigentlich ums Licht kümmern sollte, hier zwei Stunden den Floor beschallen.

„Na los, den Spaß machen wir uns“ – und es ging auf die Bühne. Da gab es eine überschaubare Menge Black-CDs und zwei billige Club-CD-Spiele. Ohne Scratching und damit die Möglichkeit gezielt die Takte parallel zu starten. Was für ein Spaß es dennoch war eine Musik darzubieten, die man weder kennt noch schätzt, mag sich der geneigte Leser wohl nur ansatzweise vorstellen. Zum Totlachen war es – vor allem unsere Übergänge. Eine geschlagene Stunde lang rumalbern hinterm Mischpult war für uns angesagt! Insgesamt habe ich die Battle klar verloren gegen Taste verloren – sie hatte 3 passable Übergänge ich keinen. Gage gab es dann leider nicht…

Wovon andere vielleicht träumen wurde für uns zu einem überraschenden Gaudi, vor allem ob der eigenen Leistung. Grandios! Und die Moral von der Geschicht: Mach dich nie über den DJ lustig!


Autor: Robert
30.05.2009 | Treibstoff im Spielhaus

30.05.2009 – Es war mal wieder Zeit für eine gepflegte Tanzveranstaltung aus dem Hause treibstoff.da.ru

Eine kleine gemütliche Feier im erweiterten familiären Kreis sollte sie werden, eine Hommage an die beliebte Kindersendung unseres damaligen Heimatlandes.

Um für richtig Treibstoff im Spielhaus zu sorgen, hatte sich das Geburtstagskind Masine einige Gäste eingeladen. Mehr lesen »


Autor: Anne
Maschinenkrach gegen die Wirtschaftskrise

Am vergangenen Samstag bäumte sich die Porzelline Freiberg mit einem sehr mutigen Lineup auf: Lasst die Maschinen krachen! Maschine Noise war angesagt!Dass das nicht nur Gerede war, konnte jeder Besucher mit eigenen Ohren und Augen vernehmen. Tekkno und Acid waren die Stichworte dieser Nacht. Mehr lesen »


Autor: Anne
Dreierhopp im Kesselhaus

Mal wieder habe ich mich ins altehrwürdige Singwitzer Kesselhaus begeben, um in einer der verbliebenen Institutionen in Sachen Clubkultur einen möglichst kurzweiligen Abend zu verleben. Neben mir fanden sich auch zahlreiche weitere Gleichgesinnte ein – brechend voll war es Dank des parallel stattfindenden Bautzner Stadtfestes aber nicht.

Die Lounge war der erste Anlaufort – nicht nur für mich, so dass hier schnell ein munteres Gedränge herrschte. Roche hatte aber leider keine Loungeplatten dabei, sondern spielte mindestens so zackig auf, wie bei seinen Mainfloor-Warmups in der Vergangenheit – schade. Besser machte es nach ihm Pfadfinder, der gediegenere Platten präsentierte und noch besser anschließend Fixda von den Microbodies. Deepe Downbeats hatte er dabei und lud zum entspannen und Kopfnicken ein.

Dani`es durfte auf
dem recht hellen oberen Floor den Anfang machen. Erst zum Schluss seines für die Tageszeit recht treibenden Sets konnte er erfolgreich einige Besucher zur umfangreicheren Bewegung nach seiner Musik bringen. Dynanim im Anschluss schaffte es dann erst mal die Tanzfläche wieder leer zu spielen und begann seinerseits die Leute zu locken. Mit seinem Tech-House-Gemischtwarenladen gelang ihm das mal mehr, mal weniger. Schlecht war die Musik nicht, gut aber auch nicht – irgendwie eine durchschnittliche Vorstellung. Erst Daniel Dreier schaffte es mit zeitgemäßen Berliner Scheiben eine feste Schar an Tänzern auf das dafür vorgesehene Parkett zu binden. Vielleicht ein paar Breaks mit anschließender Steigerung zu viel dabei, aber derbe Feiermusik war das auf jeden Fall.

Der Keller als klarer Punktsieger
des Abends muss hier natürlich auch gelobt werden. Dank Beleuchtung nur über diverse blitzende Lichter und großen Mengen Nebels kam die beinahe apokalyptische Wirkung des Gewölbes erstklassig zur Geltung. Needlehopper ließ es mit einer Mischung aus krachendem Brighton und dusteren Melodiefragmenten gleich von Anfang an Krachen. Richtig so – der nach ihm spielende Totmacher konnte da nämlich mühelos einige Schippen drauflegen und schraubte Geschwindigkeit und Kreischfaktor der Musik immer weiter nach oben, bis er bei dreckigem Breakcore nahe am Noise ankam. So was gibts selten auf die Ohren und dürfte den ein oder anderen „Zum-Rauche-in-Keller-geher“ schnell wieder vertrieben haben.

Es übernahmen die Pointsquadpalyers. Auf Drum’n’Bass im Keller hatte ich mich gefreut, musste mich über die stupide Eintönigkeit, den zu lauten MC und die übersteuerte Anlage dann aber zu sehr ärgern und hab lieber dem Herrn Dreier oben gelauscht.

Aufgrund schlechter Tagesform
habe ich auf die Badminton-Afterhour und auch auf die restlichen DJs verzichtet – beim nächsten mal dann wieder.


Autor: Robert
PopUp Leipzig Clubhopping 2009

2009 versprach die PopUp – neben ihrem Umzug der Messe in den Volkspalast – seitens des LineUps eine deutlichere Konzentration auf Band-Musik. Musiker, die das klassische Bandkonzept von der elektronischen Seite her aufrollen, waren selten vertreten und darum nur ein kurzer Schweif über das Festival am PopUp-Freitag. Mehr lesen »


Autor: Daniel
Gut gerockt: Audio Invasion

Im Osten gebaute Stadthallen üben ja einen gewissen Reiz aus. So ließ eine Nutzung des Leipziger Gewandhauses für Partyzwecke nicht lange auf sich warten. 2008 war mit der Audio Invasion Debüt und 2009 fuhren wir mal hin, um uns das Ganze mal zu Gemüte zu führen. Kommt pünktlich, hieß es. Kurz nach 23 Uhr erschien uns eigentlich auch pünktlich genug, dachten wir. Aber auch alle anderen, und so stapelten sich die Leute vor dem Einlass-Bereich. Mehr lesen »


Autor: Daniel
18.04.2009 | Polska Rave @ K16 Löbau

Vom K16 hatte ich schon viel gehört. Die Location soll richtig geil sein, heißt es. Bislang hatte mich aber noch kein Lineup so sehr angesprochen, dass ich den Weg in die alte Heimat antreten wollte. Mehr lesen »


Autor: Anne
Nostromo 1/6

Nach ziemlich langer Abstinenz hat es mich mal wieder ins Nostromo verschlagen. Grund war sicher nicht der Titel der Veranstaltung… Wer diese mit „Stil, Eleganz, Eloquenz“ betitelt, attestiert sich wohl eher das Fehlen dieser Eigenschaften, aber sei es drum – die Musik war der Grund unserer Reise.

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Autor: Robert
7 Jahre OBC @ Porzelline Freiberg

Pünktlich zum OBC Geburtstag – wie immer – erneuter Schneefall, zugewehte Straßen, ein Schub Winter, schneller als der Schneepflug pflügen kann… diesmal sind wir schon vor der Hinfahrt eingeschneit, nicht wie sonst erst vor Ort.

Püntklich zum OBC Geburtstag – wie immer – Kuchenbacken am Nachmittag, Vorfreude auf den Abend, die Nacht, den Morgen, Fahrtenplanung, fertigmachen. Mehr lesen »


Autor: Anne
Pleasure Unit Singwitz 2008

Lang ist’s her, dass ich mal zu einer Intensiv’schen Fete in Singwitz war. Bus-Shuttle gibt’s keinen mehr, anstehen war trotzdem. Und wieder dieser fiese Strahler. Drinnen aufgeräumt. In der Lounge Alles Trick Alec Trique (1. Foto) mit teilweise flotteren Beats, als im Main. Schön jazzy, groovy, funky – Spielzeugmusik eben vom neuen Loungekönig. War schick.

Aber dann schnell ab ins Wichtige. Den Keller. Schon beim Betreten die Erkenntnis, dass das plakative «Respect The Rauchverbot» wie immer ignoriert wurde. In den Keller ging man, um zu Rauchen. Überall glomm es. Nebel war kaum nötig.

Anfang machte Evok. Nunja, nicht Fisch und nicht Fleisch, sehr müde und auch für ein WarmUp-Set zu lahm und beliebig. Da kennt man Besseres von ihm. DJ-Wechsel: SBI mit einigen an Überraschungen. Viele alte Sachen oder Mixen davon, American House aus den 90ern und dann wieder mal «Techno mit Singen». Sehr durchwachsen, aber ein gute Spannungskurve zum freudig erwarteten Live-Act.

NdK (2. Foto) stand auf dem Programm. Seine dreieinhalb Geräte sahen zwar sehr arm aus, aber es zählt, was rauskommt und das war Bombe. Nach einer kurzen Aufwärmphase kam der Gute in Schwung und legte ein LIVE-Spektakel vor, an dem nicht nur die Tänzer ihre wahre Freude hatten. Mit Zugnotbremse ziehender Geste ein jauchzender Tänzer neben dem anderen. (…und die Hände, in die Höhe, lasst uns fröhlich sein…). Seinen Tremolo-Effekt (sagt man so?) liebte NdK abgöttisch und wusste ihn zielsicher zum Anheizen des dick gefüllten Kellers zu nutzen. Sehr dynamisch. Dazu kurze knackige Samples von 90s-Dance-Klassikern, abwechslungsreiche Bässe und Basslines und keine Wiederholungen.

Logisch, dass er überzog und Wolle XDP (3. Foto) eine halbe Stunde später begann. Tekknozid dürfte den Älteren noch ein Begriff sein, die Jüngeren kamen wegen dem Tresor hinter dem Namen. Enttäuscht wurden beide Lager nicht. Straightes Mixing und gekonnter Einsatz von Effekten zeigen: hier steht ein DJ der alten Schule.

Wie immer zur Weihnachtszeit ein schnieker Jahresausklang von den Intensiven; unten.

>>> intensivcrew.de


Autor: Daniel
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