Aktuelle Kategorie: Partyreview
Top, die Wette gilt!

Ein ausgewogenes Lineup erwartete den Gast des Kesselhauses zu Singwitz am Samstagabend zu „Wetten, Bass…?!“. Mal sehen, ob die Wette gehalten werden kann.

Voller Vorfreude jedoch ohne hohe Erwartungen schlage ich den Weg gen Singwitz ein. Schon der Eingangsbereich macht Appetit auf mehr. Stimmungsvolle Feuertonne, leckerer Grillwurstduft und von drinnen klingen erste Bässe in die Dunkelheit. Die Wette hat sich die Intensivcrew sichtlich zu Herzen genommen.

Überraschungsgast des Abends ist Asem Shama, den die heimatlichen Namenstänzer vor eine große Herausforderung stellen. Nie gehört, wo man doch sonst nur zu „großen“ Namen pilgert. Nach einem mäßigen Vorgeplänkel durch Tom Cyber stellt sich Asem der Wette und legt los. Mehr lesen »

Foto: via MySpace
Autor: Anne
PopUp 2010 Nachlese – Denis Jones

Ein Typ sitzt auf der Bühne. Wildwuchernde Barthaare verdecken sein Gesicht. Er wirkt unscheinbar, greift nach der Akustikgitarre, die neben ihm lehnt. Plötzlich spürt man die faszinierende Aura des Engländers, starrt mit offenem Mund und von mindestens einer Schicht Gänsehaut überzogen in Richtung Bühne, als er zu singen beginnt. Die herrliche Stimme erhellt den Raum und diesen Überraschungsmoment nutzt Denis Jones: Er aktiviert seine Technik.

Aus eigenen Stimmfetzen und Beatbox-Sounds bastelt er on-the-fly Klangschleifen. Er loopt und hallt Sounds, verzerrt sein Instrument und macht auch vor seiner eigenen Stimme nicht Halt. Der Bärtige wird zum Orchester und zieht mit seiner Show die zum Bersten mit Menschen gefüllte Halle D in seinen Bann. Sein von einer am Mikrofon angebrachten Mini-Kamera übertragendes Konterfei schmückt eine Leinwand direkt hinter ihm. Die anamorph wabernden Videoschnipsel harmonieren mit der Musik.

Ein ständiges Hin und Her zwischen reinen Gesangspassagen und bewegungsreichen Soundmanipulationen, die Jones‘ gut halbstündigen Auftritt rasend vorbeiziehen lassen. Ohne Zugabe verschwindet er mit seinem Stuhl hinter die Bühne, Technik und Leinwand sind rasch abgebaut und zurück bleibt ein verzücktes Publikum, dass immer noch nicht richtig begreifen will, wie ihm geschehen ist.

>>> myspace.com/denisjones

Foto: via MySpace
Autor: Daniel
PopUp 2010 Nachlese – Max Tundra

Zur PopUp tummeln sich eine Vielzahl von Bands auf den Bühnen. Die typische Kombination aus Schlagzeug, Bass, Keyboard und Lead wird damit schnell monoton. Da erfüllt es einem das Herz doch mit warmer Freude, wenn abseits der musizierenden Combos ein paar Solokünstler ihren Platz finden.

Max Tundra gehört dazu und zeigte schon zum Start seiner Performance im Werk II das Wunder der modernen One-Man-Band. Kein fahl schimmerndes Gesicht hinter aufgeklappten Laptopdeckel. Nein. Ein agiler Brite mit kurz geschorenem schütterem Haar tobt inmitten eines antik wirkenden Technikparks. Er beherrscht dank des Pianos in seinem Elternhaus erfreulicherweise mehr als drei Akkorde und mit der Klampfe kann Ben Jacobs (so sein richtiger Name) auch umgehen.

Einer dicken Mischung steht da nichts mehr im Wege. Wuchtige Bässe, pfeifende Melodien und in eiliger Betriebsamkeit eingespielte Soundschnipsel. Eine altertümliche Melodica kommt zum Einsatz, gleich danach ein aus der Kinderzeit nur allzu bekanntes Mini-Xylophon. Verrückt, aber energiereich. Der spärlich gefüllte Saal hüpft und johlt. Fantastisch.

>>> myspace.com/maxtundra

Foto: via MySpace
Autor: Daniel
Einstöpseln und spielen

Da war es nun Samstag und ich sollte ein Set in der Krone zur Plug’n’Play-Party bestreiten. Nun denn, mit den Barmiezen mit und tatsächlich mal wieder eine Veranstaltung von Anfang bis Ende erlebt.

Die Stadthalle füllt sich spärlich, Sammy Fernandez und sein Percussionist Okan Fé stehen etwas desillusioniert auf der Bühne und sind kurz danach komplett verschwunden. Irgendwann versucht Okan noch ein paar Klänge aus seinen Congas zu locken. Ihm fehlt aber die Wucht; die schon etwas gewachsenere Publikumsmenge merkt davon kaum was. Die Musik passt. Klassische abwechslungsreiche Housemusik mit Singen.

Auf dem kleinen Floor eine Überraschung. Ich hatte mich getäuscht. Bei Etschka von den Vegastars erwartete ich den üblichen technoid angehauchten Electrohouse-Kram. Blödes Vorurteil, spielte er nämlich gar nicht. Es war doch schon saftiger Techhouse und Techno. Auch bei Jason Lancer, den ich ehrlich gesagt nie ernst genommen hatte (was wohl an seinem Allerwelts-DJ-Vornamen liegt), irrte ich mich gewaltig. Der Junge spielt doch tatsächlich Techno. Mitwippen ist angesagt, andere tanzen bereits ausgelassen.

Wie ein Schlag ins Gesicht ist da der LIVE-Gig von Funkwerkstatt auf dem Mainfloor. Langsames unspektakuläres Geplucker und ein wild im Unterhemd tanzender Sänger, den man kaum hört, was auch besser so ist. Einfach nur langweilig. Wenigstens macht es Polina Play besser und bringt Schwung auf die Tanzfläche.

Zwei Uhr. Ich bin dran und platziere im Halbdunkel meine Technik. Jason Lancers Platte läuft aus und ich starte mein Drum’n’Bass-Set. Viel neues britisches Getrommel, Klassiker, sicher auch ein paar Hits und spätestens mit Ray Charles‘ „Hit The Road“ die Meute im Griff. Ich pendele von Ragga zu Jazz, von TechStep zu Jungle. Passt alles und mir läuft der Schweiß in kleinen Bächen das Gesicht runter. Ich tropfe.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Jason Lancer steht mir im Rücken, will auch noch was von der Partymeute haben. Soll er. Ich gehe mich aklimatisieren. Also ich wiederkomme, ist Etschka mit dabei und bolzt bis zum Ende mit. Schön machen die das. Ich sitze auf dem Sofa, warte auf meine Mitfahrgelegenheit und kippe Punkt 9 Uhr morgens mit einen Fiepen im Ohr aber zufrieden ins Bett.


Autor: Daniel
Die Bässe des Kesselhauses zu Singwitz

Durchs Schneetreiben führt die Fahrt zu mitternächtlicher Stunde, hinaus aufs Dorf. Die ländliche Idylle wird gestört durch jede Menge Autos die scheinbar ziellos umherirren, in Sackgassen fahren, in unübersichtlichen Kurven wenden, gar die Einfahrt zum alten Parkplatz verpassen und da im Straßengraben stecken. Mehr lesen »


Autor: Robert
Mini-Fusion im Nachbarland

Dass die Deutschen in Sachen Party etwas verklemmt sind, ist ja nichts Neues. Neues im Allgemeinen verunsichert gar. Schuster bleib bei deinem Leisten, Deutscher bei deinem Dorffest – da bekommst du was du willst und brauchst: Tradition! Mehr lesen »


Autor: Anne
Geburtstagsfeierei im K16

Im K16 wurde Geburtstag gefeiert und es gab es ein reichhaltiges musikalisches Buffet für die technophilen Gäste. In der Nacht zum Sonntag machten wir uns also auf den Weg nach Löbau.

Geburtstag… wieder ein Jahr geschafft. Eine Stufe weiter, ein Level höher. Wie auch immer man es betrachtet, es gibt nichts dran zu rütteln, dass man älter wird. Nur wie geht man damit um?

Gerade in der Partylandschaft vollführt sich ein Generationswechsel viel schneller als man es aus anderen Lebenslagen gewohnt ist. Während der Fahrt nach Löbau schwelgt man noch in Erinnerungen, lässt alte Partys Revue passieren, erinnert sich ans Studio 3, an die eigenen ersten Erlebnisse im lausitzer Clubleben. Mehr lesen »


Autor: Anne
Recall8 – Geburtstag im Rohtabak

recall8_01Alle Jahre wieder, kommt ein Pitchen-Exzess. Recall8 feierte im Rohtabak Döbeln seinen Geburtstag – im mittelgroßen Club mit 2 Floors im Herzen Sachsens mit Tradition.  Nicht nur der Weihnachtsmann kam vorbei, sondern auch ehemalige Veteranen aus Chemnitz und Umgebung. Schon das Line Up ließ auf den Frühling hoffen. So sehnen wir uns an kalten Wintertagen immer gerne wieder nach dem 8. Mai.

Nach gefühlten 30 Minuten fand man dann doch noch einen Parkplatz irgendwo in Döbelns Peripherie. Die Kasse schien kompetent und eingespielt. Die Sicherheitsfachkräfte wirkten aufmerksam, jedoch nicht penetrant und nicht wichtig. So sieht man das gerne. Mehr lesen »


Autor: Clemens
Altbewährt, Kontrovers, Frisch – Zehn Jahre Pleasure Unit im Kesselhaus Singwitz

Zehn Jahre Pleasure-Unit. Pflichttermin! Ausnahmezustand! Leider auch beim Wetter: Denn das ist schlechter als all die Jahre zuvor.

Zum Glück haben wir dem Schnee getrotzt und uns über eisige Wege eingefunden. Wir waren nicht die einzigen. Der Stammparkplatz war nicht mehr zugänglich, aber für eine gute Party stapft man gern mal ein paar Schritte durch den Schnee. Der Witterung zum Trotz hatten die Intensiven mehrere Feuertonnen zwischen Garderobenwagen und Eingangsvorbau zum Einheizen aufgestellt – super Idee, die gerne angenommen wurde. Angenehmeres Licht als der einstige rote Strahler. Gemütlichkeit. Hier wurde es einem warm ums Herz. Das reichte uns aber nicht, also rein zum Noch-wärmer-Tanzen! Mehr lesen »


Autor: Anne
Enter Shikari und The Prodigy in Dresden

Herausragendes erwarte ich mal besser nicht. Mein worst case beinhaltet 1.) ewig langes Anstehen bei widrigsten Witterungsbedingungen, 2.) eine genervte Band, die 3.) eine Handvoll ihrer Top-Hits ins Publikum feuert und sich dann in den Feierabend verabschiedet. Tatsächlich sollte es anders aussehen.

1) Die Anfahrt ist eigentlich das Schlimmste am ganzen Abend. Pünktlich zur Abfahrt beginnt der Regen in Leipzig quantitativ im Vergleich zum Tagesmittel wieder zuzulegen. Dunkel, Nass, Berufsverkehr. „Invaders must die“ im Ohr hilft da auch nur ansatzweise, trägt aber dazu bei, sich auf das was kommen wird einzustimmen. Irgendwann finden wir uns dann aber vor der Messehalle in Dresden, zücken die Tickets und entern die zu den Zeitpunkt noch sehr übersichtliche Halle. Mehr lesen »


Autor: Anne
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